ERP, S-GARD

Projekt: Einführung softwear bei S-GARD Schutzkleidung in Heinsberg

Projektstart: 01.08.2018, GO Live: 22.06.2020

Feuerwehr und Arbeitsschutz

Die besonderen Voraussetzungen der Berufsbekleidung, insbesondere der Schutzbekleidung, waren bekannte Herausforderungen, denen wir uns stellen durften.

Gerade bei der großen Varianten- und Größenvielfalt gilt es redundante Stammdaten zu vermeiden. So werden Basisartikel mit Basisstücklisten definiert. Hinzu kommen Farben, Größen und Varianten.

Varianten setzen sich aus einzelnen Ausstattungen zusammen, welche wiederum lediglich die Abweichungen vom Basisartikel definieren (z.B. Stücklistenänderungen).

Eine Variante ist also nur eine beliebige Kombination aus Ausstattungen. Mit diesem Baukastenprinzip werden Redundanzen nahezu vollständig vermieden.

Veredelungen

Ein weiterer Aspekt der Berufsbekleidung sind Veredelungen an fertigen Artikeln, oder Veredelungen, die noch in der Produktion vorgenommen werden sollen.

Der Hersteller muss hier die Möglichkeit haben flexibel zu entscheiden. Eventuell gibt es Ware, die gerade in Produktion ist und noch nicht für einen Kunden reserviert. Diese muss einem Kundenauftrag mit gewünschter Veredelung jederzeit zuweisbar sein.

Einige Veredelungen bedürfen spezieller Materialien, weswegen es möglich sein muss, diese Veredelungsschritte mit den notwendigen Materialien zu verknüpfen, damit diese z.B. bei der Warenversorgung entsprechend mitgeliefert werden können.

Diese Flexibilität muss bei der Auftragserfassung gewährleistet sein. Man muss jeden Artikel in jeder Variante beliebig veredeln können.

Produktion

Im Bereich der Berufsbekleidung ist es enorm wichtig, immer den Überblick über Rückstände, offene Produktion und Bedarfe zu haben. Dementsprechend haben wir unsere Fertigwarendisposition überarbeitet und in enger Zusammenarbeit mit S-GARD optimiert.

Per Klick kann man entscheiden welche Artikel man produzieren will, hat aber auch immer die Möglichkeit einzelne Aufträge oder Größen auszuschließen. Auch die Verteilung offener Restposten ist direkt aus der Dispo heraus möglich.

In der Planung selbst, kann man noch entscheiden, ob Mengen aufgerundet werden sollen. Ist die Planung abgeschlossen, wird per Knopfdruck die Produktion ausgelöst. Analog läuft das Ganze bei zugekaufter Ware.

Warenversorgung

Die Produktion will auch mit Rohwaren versorgt werden. Die Produktionsstätten sind als Vorratslager hinterlegt. Das System verteilt automatisch verfügbare Bestände aus dem Zentrallager, zeigt aber auch an, wenn Waren nur zum Teil oder gar nicht geliefert werden können.

Besondere Herausforderung ist die Versorgung der Veredelungsvorgänge. Hier werden die speziellen Veredelungsmaterialien mit dem zugrundeliegenden Kundenauftrag verknüpft dargestellt. Nur so kann gewährleistet werden, dass z.B. Rückenpatches für die Feuerwehr XY in der richtigen Menge in die Produktion gehen.

Lager

Die Kommissionierung erfolgt ausschließlich über Touchscreens, mit direkt angebundener Waage, Label- und Lieferscheindrucker.

Für die Anbindung an beliebige Logistikunternehmen gibt es eine neue Schnittstelle zur Shipping API der Firma ONDOT Solutions GmbH https://www.ondot.at/ .

Auswertungen

Für die Geschäftsführung war es enorm wichtig, möglichst flexible Auswertungen erstellen zu können. So entwickelten wir im Laufe des Projektes unser Auswertungstool, um möglichst einfach und schnell komplexeste Abfragen erstellen zu können.

Diese stehen dem Benutzer allerdings nicht nur als Printversionen zur Verfügung, sondern auch als interaktive voll in softwear integrierte Listen, von denen aus alle Standardfunktionen von softwear verwendet werden können.

Schnittstellen

  • Shipping-API, ONDOT Solutions GmbH
  • FORMAT, Format Software Service GmbH
  • eGecko, CSS AG
  • dbh, dbh Logistics IT AG
  • Autocost, Assyst GmbH
  • DocuWare, DocuWare Europe GmbH